Ärztliche Versorgung wird zukunftsfest.

Die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann informiert über das heute beschlossene GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG):

„Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt. Eine gute, wohnortnahe und flächendeckende Versorgung der Patienten ist sein Markenzeichen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen werden dafür sorgen, dass es für Ärzte wieder attraktiver wird, sich bei uns im Landkreis Mittelsachsen im ländlichen Raum niederzulassen.

Eine Vielzahl von Maßnahmen soll das sicherstellen. Ärzte, die bereit sind, sich in unterversorgten Regionen niederzulassen, können so bspw. von finanziellen Anreizen profitieren. Sie werden von Begrenzungen der Vergütung ausgenommen, können Preiszuschläge für ihre Leistungen erhalten und von den Kassenärztlichen Vereinigungen über einen Strukturfonds gefördert werden. Neben spürbaren finanziellen Anreizen wird etwa die sogenannte Residenzpflicht aufgehoben, so dass Ärzte nicht mehr in dem Ort, in dem ihre Praxis ist, auch wohnen müssen. Außerdem werden bessere Möglichkeiten für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Landärzte geschaffen.

Die Länder erhalten über ein Initiativ-, Antrags- und Beanstandungsrecht mehr Mitwirkungsrechte bei der Bedarfsplanung, um künftig regionale Besonderheiten besser zu berücksichtigen. Sie erhalten auch das Recht, ein sektorübergreifendes Gremium auf Landesebene zu schaffen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) ist hier nun in der Pflicht, ihr bisheriges Modell der Planungsbereiche stärker zu differenzieren. Denn der Versorgungsgrad orientiert sich derzeit ausschließlich am übergeordneten Planungsbereich und nicht an den kleineren Bezugsregionen. Und gerade dort zeigt sich bereits im lokalen Maßstab, womit wir bundesweit zu kämpfen haben – auch Mediziner zieht es in die Zentren, weniger in die klassischen Landgemeinden.

Deshalb sollte geprüft werden, ob die Förderung für Investition in Arztpraxen unterversorgter Gebiete bspw. umgekehrt proportional zur Gemeindegröße gestaffelt werden kann. Eine finanzielle Förderung muss auch bei einem zusätzlich lokal festgestellten Versorgungsbedarf in den kleineren Bezugsregionen möglich sein. Ein finanziell größerer Anreiz in kleinen Gemeinden – im Vergleich zu den Mittel-od. Oberzentren – od. eine so gestaffelte Zulage könnte einen gewissen Stadt-Land-Ausgleich schaffen.

Ich hoffe sehr dass dieses Gesetz spürbare Verbesserungen für die Patienten zur Folge hat. Neben der ärztlichen Versorgung werden zahlreiche weitere Punkte verbessert. Dazu zählten neben eine Verkürzung der Wartezeiten auf einen Arzttermin etwa die Einführung der bundeseinheitlichen Rufnummer 116 117 für den ärztlichen Notdienst oder die einfachere Ausstellung von Patientenquittungen durch die Krankenkassen.“

Berlin, den 1. Dezember 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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Die Pressemitteilung vom 25.11.2011 mit dem Kartenmaterial finden Sie hier.