B 174 Reitzenhain: Prüfung läuft noch.

Eine Prüfung der Ortsumgehung B 174 in Reitzenhain durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) ist noch nicht abgeschlossen. „Auch wenn sich insbesondere das Schwerlastaufkommen am Grenzübergang Reitzenhain nach dem Schengen-Beitritt Tschechiens nach Ansicht einiger Fachleute noch nicht so stark entwickelt hat wie gedacht, müssen Bund und Land weiter am Bau der Ortsumgehung festhalten und das Vorhaben planerisch und hinsichtlich der Finanzierung fortschreiben“, erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann. Sie befürchtet, dass mit dem Argument eines zu geringen Verkehrsaufkommens der Bau auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden könnte.

„Die Erfahrungen mit der Finanzierung der Verlegung der B 174 zwischen Chemnitz und Gornau zeigen, dass die Region Erzgebirge ihre Interessen weiter offensiv beim Bundesverkehrsminister in Berlin und im SMWA in Dresden vertreten muss. Denn bereits Anfang des Jahres war bekannt, dass nicht abgerufene Mittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (Efre) für die Finanzierung der B 174 zwischen Chemnitz und Gornau zur Verfügung standen. Darauf hatte ich sowohl das Bundesverkehrsministerium als auch das SMWA frühzeitig seit März 2009 hingewiesen und immer wieder mit Nachdruck drauf gedrungen, so doch die Finanzierung des Vorhabens gewährleisten zu können. Man sieht, wie lange es dauert, ehe finanzielle Tatsachen geschaffen werden“, so Veronika Bellmann.

Sie begrüßt es ausdrücklich, dass die B 174 als eine wichtige Nord-Süd-Tangente, die den überregionalen Verkehr zwischen dem Oberzentrum Chemnitz und der Bundesgrenze D/CZ aufnimmt, angesehen wird. „Also müssen auch noch die wichtigen Ortsumgehungen wie Reitzenhain und Hohndorf vorangetrieben werden, um die Lücken der Gesamtstrecke zwischen Chemnitz und der Grenze in Reitzenhain zu schließen. Nur damit kann man der in Zukunft sicher noch wachsenden Bedeutung der B 174 für den überregionalen, grenzüberschreitenden Verkehr gerecht werden“, so Veronika Bellmann.

Freiberg, den 28. Juli 2009; Torsten Schilling (V.i.S.d.P.)


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