Bellmann befragt Bundesregierung zu Postfilialschließungen in Mittelsachsen.

Anlässlich der Schließung von Postfilialen im Landkreis Mittelsachsen hat sich die CDU-Wahlkreisabgeordnete Veronika Bellmann mit einem Fragenkatalog an die Bundesregierung gewandt:

„Bei Gesprächen im Rahmen meiner Bürgersprechstunden haben einzelne Bürger sich kritisch zu den Schließungen von Post-Filialen geäußert. Nachdem ich die Thematik bereits mit der regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post AG, Brigitte Ullrich, erörtert habe, habe ich mich an die Bundesregierung gewandt, um darauf hinzuweisen, dass es keinen Post-Filial-Kahlschlag – vor allem in ländlichen Regionen – geben darf“, so Veronika Bellmann.

Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort ausdrücklich betont, dass die Qualitätsvorgaben der Post-Universaldienstleistungsverordnung im Landkreis Mittelsachsen trotz der Schließungen eingehalten werden und die betrieblichen Maßnahmen der Deutschen Post AG an deren Filialnetz postrechtlich zulässig seien.

Im Landkreis Mittelsachsen gibt es 66 Post-Filialen und 37 Verkaufspunkte für Brief- und Paketmarken (Stand 28. Februar 2010). In den letzten fünf Jahren sind nur vier Filialen ersatzlos gestrichen worden. Eine Umwandlung in Verkaufspunkte für Brief- und Paketmarken hat in 19 Fällen stattgefunden. Nach aktuellem Planungsstand der Deutschen Post AG sind keine weiteren ersatzlosen Filial-Schließungen im Landkreis geplant.

An allen insoweit betroffenen Standorten, an denen nach der Umwandlung in einen Verkaufspunkt keine Versorgungsabdeckung durch eine andere Filiale gegeben war, ist der Mobile Postservice eingerichtet worden. Die Akzeptanz des Mobilen Postservices bei der Bevölkerung ist nach den Erkenntnissen der Bundesnetzagentur gut. Er wurde in 145 der insgesamt 225 mittelsächsischen Zustellbezirken eingerichtet.

„Der Mobile Postservice wird insbesondere von älteren Menschen sehr gut angenommen. Viele schätzen, dass sie ihr Paket gleich an der Haustür entgegen nehmen, die Briefmarken beim Briefträger erwerben oder den Brief bei ihm abgeben können. Es ergibt sich aber auch so manches freundliche Gespräch mit dem Postmitarbeiter, das über die geschäftsmäßige Kundenfreundlichkeit hinausgeht“, sagt Veronika Bellmann abschließend.

Berlin, den 26. März 2010; Markus Jaeger (V.i.S.d.P.)


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