Bellmann trifft Oettinger.

Einigkeit in Sachen Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, Obfrau der Unionsfraktion im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union und stellvertretendes Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, erklärt zum gestrigen Treffen mit dem für Energiefragen zuständigen EU-Kommissar Günther Oettinger in Berlin:

Veronika Bellmann: „Ich begrüße sehr, dass sich der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger neben dem Aufbau einer effizienten europäischen Energiestruktur auch um einen effektiven Klimaschutz bei der Herstellung von Biokraftstoffen kümmert.

Von unseren mittelsächsischen Firmen, die sich im Bereich der Biokraftstoffherstellung engagieren, wie zum Beispiel die Freiberger Choren Industries GmbH, wurde immer darauf hingewiesen, das die Herstellung von Biokraftstoff umweltschonend erfolgen sollte. Es darf nicht sein, dass die Verbraucher Biokraftstoffe tanken, deren Ursprung Palmöl- oder Zuckerrohrplantagen in Übersee sind, für die biologisch wertvoller Regenwald zerstört und dann noch auf lange Transportwege um die ganze Welt geschickt wird. Wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung der gesamten Produktionskette, ohne die eine echte Ökobilanz, auch gegenüber der Herstellung von konventionellen Kraftstoffen, nicht aufgestellt werden kann. Diese Forderungen hat EU-Kommissar Oettinger in einer Richtlinie sowie dem dazugehörigen Zertifizierungssystem umgesetzt und damit eine Art Gütesiegel entwickelt.“

Folgerichtig erklärte EU-Kommissar Günther Oettinger dazu: „Unser Zertifizierungssystem ist das weltweit strengste und wird dafür sorgen, dass unsere Biokraftstoffe die höchsten Umweltstandards erfüllen. Biokraftstoffe sind in den kommenden Jahren die wichtigste Alternative zu den Otto- und Dieselkraftstoffen im Verkehrssektor.“

Nach dem Willen der Kommission muss derjenige, der Biokraftstoffe auf den europäischen Markt bringt, künftig klare Nachhaltigkeitsstandards erfüllen: Was an Stelle von Benzin oder Diesel in den Tank kommt, muss gegenüber fossilen Treibstoffen bis 2017 mindestens 35 Prozent und danach 50 Prozent Einsparungen beim klimaschädlichen Kohlendioxid, bei Methan und Stickstoffoxid bringen. Nur Biokraftstoffmengen, die diese Bedingungen erfüllen, werden den Mitgliedsländern auf die Erfüllung ihrer Energieziele angerechnet, nach denen 10 Prozent der für Verkehr und Transport genutzten Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen kommen sollen.

Berlin, den 15. Juni 2010; Markus Jaeger (V.i.S.d.P.)


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