Das neue EEG wirkt deutlich kostensenkend!.

Die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, informiert über die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz:

„Die EEG-Novelle hat wesentliche Schritte zur Marktanpassung und zur Steigerung der Kosteneffizienz vorgenommen. Die Wirkung der neuen Maßnahmen ist bereits deutlich sichtbar. Es ist gemeinsam mit der Branche gelungen, eine Lösung zu finden, die die Kosten deutlich reduziert, marktwirtschaftliche Anreize erhöht und gleichzeitig Planungssicherheit gewährleistet.

Die Bundesregierung hat – auch im Sinne des allseits geforderten Subventionsabbaus – mit den drei EEG-Novellen in 2010, 2011 und 2012 die Photovoltaik-Vergütungssätze erheblich reduziert. In keiner anderen Industriebranche wurden bislang derart große Subventionskürzungen umgesetzt.

Zum 1.1.2012 wird die Photovoltaik(PV)-Vergütung nochmals um 15 Prozent abgesenkt. Das EEG 2012 sieht zudem vor, dass auch zum 1.7.2012 der nächste Absenkungsschritt erfolgt – in Abhängigkeit des Zubaus vom Oktober 2011 bis April 2012. Nach derzeitigen Schätzungen wird hier mit einer weiteren Degression von sechs oder sogar neun Prozent gerechnet. Begünstigungen der Industrie durch besondere Ausgleichs- und Eigenverbrauchregelungen machen derzeit rund 0,9 ct/kWh aus und dürften durch die Ausweitungen ab 1.1.2012 auf 1 ct/kWh steigen.

Dies stellt unsere Photovoltaikunternehmen wiederum vor eine große Herausforderung hinsichtlich der Kostensenkung. Viele deutsche Unternehmen schreiben bereits derzeit Verluste. Die Photovoltaikindustrie soll damit aber nicht abwürgt, sondern die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass sie sich wirtschaftlich vernünftig weiterentwickeln und die auf die Stromkunden abgewälzten Kosten dennoch angemessen bleiben.

Mit der PV-Förderung der letzten Jahre wurde der einheimischen Solarindustrie die Forschung und Entwicklung ermöglicht. Uns allen muss aber bewusst werden, dass Deutschland zwar unbedingt der richtige Standort für die Technologieentwicklung ist, aber nicht die sonnenstrahlungsreichste Region. Hier liegt zum Beispiel für die zuletzt viel gescholtenen Mittelmeerstaaten, wie Griechenland, eine große Chance.

Mit rund 9.900 MWh beträgt der durch Photovoltaik produzierte Strom am Gesamtaufkommen von 624,7 TWh in Deutschland dagegen nur einen sehr geringen Anteil. Das rechtfertigt allerdings keinen schroffen Abfall der Subventionen, aber eine angemessene Ausgestaltung. Deshalb muss das neue Gesetz, das am 1. Januar 2012 in Kraft tritt, erst einmal Wirkung entfalten, ehe weitere Änderungen vorgenommen werden.“

Berlin, den 23. Dezember 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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Details zur EEG-Novelle als PDF-Dokument finden Sie hier.


Den EEG-Statistikbericht der Bundesnetzagentur finden Sie hier.


Die Energiestatistiken der verschiedenen Energieträger finden Sie hier.