E10 – Mehr Bio im Benzin.

Zur Diskussion um den neuen Kraftstoff E10 erklärt die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann:

„Der seit einigen Wochen an vielen Tankstellen angebotene neue Kraftstoff E10, also Benzin mit 10 Prozent Anteil des aus Pflanzen gewonnenen Bioethanol, hat zu Diskussionen und zum Teil auch zu Verunsicherung bei den Autofahrern geführt. Es ist daher wichtig, an den Hintergrund der Einführung zu erinnern.

Schon vor einigen Jahren hat die EU beschlossen, den Anteil von Biokraftstoffen im Verkehrsbereich zu erhöhen. Wenn jetzt Europa- und Grünenabgeordnete plötzlich gegen die Verwendung von E10 intervenieren, so ist das rein populistisch und geradezu heuchlerisch. Sie sollten beim ADAC nachfragen, der mit den Mineralölkonzernen den eigentlich Schuldigen für die Verunsicherung der Verbraucher ausgemacht hat.

Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung. Indem wir Biokraftstoffe verwenden, sinkt unsere Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird. Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen verursacht E10 weniger Treibhausgase. Durch die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung ist sicher gestellt, das künftig nur nachhaltig hergestellte Biokraftstoffe auf die Quote angerechnet werden können.

Im April 2009 trat dann die EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie in Kraft, die von den Mitgliedstaaten die Schaffung der Voraussetzungen für das Inverkehrbringen von E10 verlangt. Seit Dezember 2010 ist eine entsprechende Verordnung in Deutschland in Kraft, die die Voraussetzung  – nicht die Verpflichtung – schafft, in Deutschland E10 anzubieten. Wer dies tut, muss auch eine sogenannte Bestandsschutzsorte für nicht geeignete Fahrzeuge anbieten. Die Mineralölhersteller hatten ausreichend Zeit, sich und ihre Kunden darauf vorzubereiten. Engpässe und daraus resultierende Preiserhöhungen sind nicht in Ordnung.

Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang auch daran, dass der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel die EU-Richtlinie zur Einführung von E10 maßgeblich mitgestaltet hat, bei der Einführung in Deutschland aber gekniffen hat. Sein Nachfolger, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, hingegen hat die Einführung von E10 in enger Zusammenarbeit mit dem ADAC gut vorbereitet. Mehrere Millionen Info-Broschüren sind im Umlauf. Über das Internet informiert unter anderem das Bundesumweltministerium unter www.bmu.de/e10 .“

Berlin, den 04. März 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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