Frauen-Fußball-WM bricht eine Lanze für mehr Schulsport.

Am gestrigen Sonntag startete die FiFa-Frauen-WM, mit knapp 74.000 Zuschauern im voll besetzten Berliner Olympiastadion – unter ihnen MdB Veronika Bellmann. Dazu erklärte die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete:

“Ich hoffe, dass nicht nur das Eröffnungsspiel in dem einzigartigen Ambiente des Berliner Olympiastadions so gut besucht war, sondern auch die anderen Spiele der Frauen-Fußball-WM Besucherrekorde einfahren werden. Es freut mich, dass bei den Deutschen die Begeisterung für Frauenfußball wächst. Wenn gleich diese noch erheblich hinter denen anderer Länder, etwa den USA, zurückbleibt.

Das liegt u.a. daran, dass an den Schulen dieser Länder in den Unterrichtsplänen der Sportunterricht einen viel höheren Stellenwert hat, u.a. eben auch Fußball für Jungen und Mädchen. Dass ist nicht nur gut für den Fußball oder die Gleichberechtigung, sondern gleichermaßen wichtig für die Gesunderhaltung und die Erziehung zur Körperertüchtigung durch Bewegung. Die Vorteile zeigen sich nicht nur in der Schulzeit, wenn die Kinder lernen, sich im sportlichen Wettkampf fair miteinander zu messen. Übergewicht, Haltungsschäden, Depressionen u.a. gesundheitliche Schäden haben eine viel geringere Chance. Dass frühe sportliche Betätigung auch später im Erwachsensein dem Gesundheitswesen jede Menge Kosten spart, ist allenthalben bekannt. Nur ist eben leider derzeit der Sport nicht entsprechend seines gesellschaftlichen Stellenwertes in unseren Schulstundenplänen integriert.

So kann ich aus der Betrachtung der Frauen-Fußball-WM dann auch gleich noch eine Forderung für die deutsche Politik, insbesondere die Bildungspolitik der Länder ableiten: Wenn ohnehin zukünftig eine Reform des Bildungssystems ansteht – mehr Schulsport nicht vergessen und die Lehrerausbildung entsprechend anpassen! Programmkonzeptionen der Ganztagsschulen sollten schon jetzt nur mit einem umfangreichen Sportangebot genehmigt werden!”

Berlin, den 27. Juni 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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