Freiberger Ausstellung „Juden in Mittelsachsen“ kommt in den Bundestag.

Der gemeinsame Einsatz für das Projekt des Christliches Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) Freiberg unter der Leitung von Dr. Düsing hat sich gelohnt, denn in dieser Woche bekam die mittelsächsische Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann zunächst die mündliche Zusage dafür, dass der Deutsche Bundestag die Ausstellung des CJD „Juden in Mittelsachsen“ in seinen Räumlichkeiten zeigen wird.

„Ehrenamtliches Engagement insbesondere bei der Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte ist mir wichtig und so habe ich auch bereits im Juni 2009 das erste Mal an den Bundestagspräsidenten, Dr. Norbert Lammert, des Deutschen Bundestages gewandt. Nun hat das Präsidium des Deutschen Bundestages sich für die Präsentation der Ausstellung entschieden.
Der positiver Bescheid ist in Form einer mündlichen Zusage seitens des verantwortlichen Referates gestern erfolgt.

Zwar gibt es nach Aussagen der entsprechende Stelle des Deutschen Bundestages noch keinen konkreten Termin für die Ausstellung. Aber die Grundsatzentscheidung ist gefallen – und das ist das Wichtigste. Wahrscheinlich wird die Ausstellung zum Tag des Ehrenamtes 2012 gezeigt werden. Die Festlegung des genauen Termins wird, nach Aussage des zuständigen Referates im Frühjahr 2011 erfolgen.

Damit wird ein Zeichen gesetzt, dass weder ehrenamtliches Engagement noch die Aufarbeitung der Geschichte, insbesondere der des jüdischen Volkes in Deutschland, eine abstrakte ausschließlich auf Berlin bezogene Angelegenheit ist. Ich bin froh, dass wir damit als Mittelsachsen ein Zeichen in der Bundeshauptstadt setzen können“, sagte Frau Bellmann.

Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) Chemnitz, Außenstelle Freiberg, hat sich bereits 2009 um die Möglichkeit einer Ausstellung im Deutschen Bundestag beworben. Thema der Exposition ist die Geschichte der Juden Deutschland (insbesondere in Mittelsachsen), die seit nunmehr 20 Jahren von Jugendlichen erforscht und dokumentiert wird. Die Ausstellung wird unter Leitung von Herrn Dr. Michael Düsing organisiert. Eine öffentlichkeitswirksame Ausstellung im Deutschen Bundestag wäre ein ausgezeichneter Ort, um die Arbeit der CJD-Geschichtswerkstatt zur Geschichte der Juden in Mittelsachsen sowie ihre Macher zu würdigen. Die Ausstellung führt uns ein sehr dunkles Kapitel unserer deutschen Geschichte vor Augen. Eine Zeit, deren Verbrechen wider die Menschlichkeit wir uns aber immer und immer wieder stellen müssen.

Berlin, den 19. November 2010
Sabrina Wolke (V.i.S.d.P.)


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