Kein Himmelfahrtskommando?.

Zur Auftragserteilung der Fa. Stocker GmbH für die Bauschuttberäumung hinter der „Alten Schule Eppendorf“ an die Abbruchfirma Stefan Kaltofen, Pfaffroda erklärt die Eppendorfer Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann:

„Nicht nur als Eppendorfer Bürgerin und Schirmherrin unseres 675jährigen Ortsjubiläums liegt mir die Entwicklung unseres Dorfes sehr am Herzen. Vor Jahren habe ich mich erfolgreich für den Straßenbau und die attraktive Gestaltung des Ortszentrums eingesetzt. Das schöne Ortsbild ist aber seit langer Zeit von einer hässlichen Schutthalde getrübt.
Vor reichlich fünf Jahren, genau zum Faschingsauftakt am 11.11.2006 brach durch einen Sturm in Eppendorf hinter der alten Schule beim Abriss einer Industriebrache (ehemals Planet Bettwäsche) ein Baugerüst mitsamt der verbliebenen Bausubstanz zusammen. Ein angrenzendes Wohngebäude wurde in Mitleidenschaft gezogen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Die Vorfälle aus jenen Tagen sind bis heute mit Gerichtsprozessen belegt und reihen sich ein in einige andere Schwierigkeiten des Investors Stocker, der in Chemnitz Klaffenbach ein Seniorenzentrum betreibt und vergleichbare Vorhaben in Borstendorf und Eppendorf umsetzen will. Das Abrissgut der Eppendorfer Brache wollte Herr Stocker als Füllmaterial für sein Borstendorfer Bauobjekt einsetzen. Weil mit den dortigen Grundstückseigentümern bis heute keine Übereinkunft bezüglich der Zuwegung bzw. des Wegerechts getroffen werden konnte, blieb auch die hässliche Bauschutthalde mitten im schön hergerichteten Ortszentrum Eppendorf liegen und droht, ein Gefahrenquell sowie Hort für Ungeziefer zu werden.“
Insbesondere vor dem Hintergrund der vom 1. bis zum 10 Juli in Eppendorf stattfindenden Feierlichkeiten zum 675. Dorfjubiläum, musste also endlich etwas geschehen. Bürgermeister Helmut Schulze wusste sich keinen Rat mehr und so nahm Anfang des Jahres die Eppendorfer Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann die Sache in die Hand.
Schnell wurde ihr klar, dass eine weitere Kopplung der Schuttberäumung in Eppendorf an das Borstendorfer Vorhaben des Herrn Stocker keine baldige Lösung versprach, zumal auch da wohl noch weitere gerichtliche Auseinandersetzungen zu befürchten sind. Deshalb waren andere Wege gefragt, die allerdings nur gemeinsam mit dem Investor gegangen werden konnten. Ein wesentlicher Bestandteil davon war zunächst, dass Frau Bellmann sich bei der SAB dafür einsetzte, dass Herr Stocker für sein Chemnitzer Seniorenzentrum, das schwer vom 2010’er Hochwasser betroffen war, endlich zu den zugesagten Hochwasserhilfen kam. Weiter ging es mit der Suche nach einem geneigneten Unternehmen, dass unter akzeptablen Kostenbedingungen den Bauschutt sach- und fachgerecht abtransportieren und zwischenlagern kann. Gemeinsam mit dem Eppendorfer Projektentwickler Dr. Günter Spielhaus hat diese Suche nun zu einem vorläufigen Erfolg geführt.
So hat Herr Stocker am Himmelfahrtstag direkt vor Ort im Beisein der Bundestagsabgeordneten Bellmann und Dr. Spielhaus dem Abbruchunternehmen Kaltofen aus Pfaffroda den Auftrag zur Bauschuttberäumung besprochen. Herr Kaltofen sicherte zu, dass nach Auftragserteilung die Arbeiten spätestens am 14.Juni beginnen und am 17.Juni 2011, also rechtzeitig vor Beginn der 675-Jahr-Feier in Eppendorf, abgeschlossen sein werden.
Herr Stocker will sich bei den Eppendorfern für die jahrelange Duldung der hässlichen Schutthalde revanchieren, in dem er für das Heimatfest die dann beräumte Fläche als Parkplatz oder anderweitig vom Festkomitee nutzbare Fläche zur Verfügung stellt.
Damit würde eine an einem lustigen Tag, dem 11.11. 2006, gar nicht so lustige Geschichte am Himmelfahrtstag 2011 mit der Auftragsvergabe an die Firma Kaltofen theoretisch und in der Woche nach Pfingsten ganz praktisch doch noch einen versöhnlichen Abschluss finden.
„Mein Ziel, dass sich Eppendorf seinen Bewohnern und Gästen dann guten Gewissens mit einem Ortszentrum präsentieren kann, dass zwar noch kleine Schönheitsfehler aber keine großen Schandflecken mehr hat, wäre dann erreicht. Ich hoffe ganz sehr, dass Herr Stocker bei seinen verbindlichen Aussagen vom Himmelfahrtstag bleibt, denn sonst wäre die Vertrauensbasis zwischen ihm und Eppendorf zerstört, was für seine weiteren Vorhaben in Eppendorf sicher kein gutes Omen wäre“, sagte Frau Bellmann abschließend.

Berlin, den 3. Juni 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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