Kommunaltag in Sayda.

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Veronika Bellmann sprach am 13.08.2010 zu ihrem Kommunaltag mit Unternehmern, Lehrern und Erziehern zum Erreichten und zu Problemen.
Nach dem Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Volker Krönert und einem kurzen Überblick über die Aktivitäten in der Stadt begab sich Frau Bellmann begleitet durch den Bürgermeister zum ersten Termin des Tages in die Kita “Bahnhofspatzen”. Die Leiterin der Einrichtung, Frau Grit Wolf, und die Vereinsvorsitzende, Frau Jaqueline Piefke, empfingen die Gäste und sprachen über die Probleme, so die Finanzierung der Krippenplätze die immer mehr im Bedarf zulegen. Leider ist die Kommune nicht in der Lage den steigenden Bedarf finanziell zu tragen. Um den Fachkräftemangel entschieden entgegen zu treten, bedarf es einer Bezuschussung der Betriebskosten durch den Freistaat oder den Bund. Die jungen Mütter werden als Fachkräfte dringend in der Wirtschaft oder den Dienstleistern gebraucht. Das es den Kindern in der Gemeinschaft gut geht und für ihre soziale Entwicklung ebenfalls positiv ist, konnte sich Frau Bellmann überzeugen. Die gelernte Erzieherin hat auch schnell Kontakt zu den Kleinsten und könnte sich schnell wieder an die Betreuung gewöhnen. Im Anschluss wurde der Ausbau des Dachgeschosses inspiziert, der aber durch fehlende Mittel zum Stillstand gekommen ist. Frau Bellmann will sich um die Prüfung aller Finanzierungsmöglichkeiten bemühen. Vielleicht eröffnet sich, trotz angespannter Haushaltlage der Stadt, doch noch eine Chance, damit der Dachausbau in der Kindertagesstätte fortgeführt und fertiggestellt werden kann.
Zweite Station war die Mittelschule Sayda. Hier ist die Baustelle und der Betrieb unter Baustellenbedingung von Interesse gewesen. Bürgermeister, Schulleiter, Lehrer, Eltern und Schüler dankten Frau Bellmann, die sich maßgeblich bei der Beantragung für die Förderung eingesetzt hatte. Sie sprach ihre Hochachtung gegenüber dem Lehrerkollegium aus, wie sie die derzeitige Situation meistern. ” Wenn ich die Arbeiten an der Baustelle sehe, bin ich optimistisch, dass es in zwei Jahren hier ganz anders aussehen wird und die Lernbedingungen dann wesentlich besser sein werden.” so Frau Bellmann.
Die Dritte Station war dann das Unternehmen Möbelbau Sayda GmbH, ein mittelständiges Unternehmen mit 65 Beschäftigten. Der Geschäftsführer Herrn André Uhlig und der Prokurist Herr Michael Bork empfingen Frau Bellmann und stellten ihr und der Presse das Unternehmen vor. Mit einem derzeitigen Jahresumsatz von ca. 6 Mio € hat das Unternehmen, welches vorangig Möbel für den Medizin- und Laborbereich fertigt, eine stabile Auftragslage im In- und Ausland. Auch hier wurde über die Probleme gesprochen die die Unternehmer am stärksten bedrücken. An erster Stelle steht die die Umgehungsstraße in Freiberg und der fehlende Zubringer zur Autobahn, welche als Haupthemmnisse der wirtschaftlichen Entwicklung der Region zwischen Freiberg und dem Erzgebirgskamm gesehen werden.
An zweiter Stelle steht die Betriebszufahrt Alte Ullersdorfer Straße, eine kommunale Straße. Diese Straße ist ein ausgewaschener Feldweg über die die Liefertransporte mit bis zu 40 t abgewickelt werden. Durch verfehlte Haushaltpolitik von Altbürgermeister Wagner ist es zum Fehlbetrag von fast 500 T€ im Kommunalhaushalt gekommen. Durch die Konsolidierung und der notwendigen Deckung dieser Fehlbeträge bekommt die Stadt keine Genehmigung für die Fördermittelbeantragung zum Ausbau der Straße. Fehlbetragsdeckung geht vor Eigenmittelbereitstellung für Förderungen, so die Rechtsaufsichtsbehörde. Die Abgeordnete will nun nach einer Lösung suchen, damit diese Straße doch noch gebaut werden kann. Schließlich können 65 Arbeitsplätze nicht so leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Eine funktionierende Infrastruktur ist das wichtigste für die Lebensfähigkeit von Unternehmen so das Resüme des Besuches.