Kreis Mittelsachsen könnte mit Stipendium künftige Mediziner an sich binden.

Mit einem Stipendium könnte Mittelsachsen dem Ärztemangel in der Region entgegenwirken. Das regt die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann an. Nach einem Gespräch mit der Leitung des Krankenhauses Mittweida am Sonnabend, dem 8. August 2009, sieht die Bundestagsabgeordnete gute Chancen, dass sich diese Idee durchsetzt. Mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich und der CDU-Landtagsabgeordneten Iris Firmenich hatte Veronika Bellmann das Krankenhaus Mittweida besucht.

Das Stipendium könnte vom Landkreis und den ansässigen Klinken finanziert werden. „Große Konzerne sichern sich mit Stipendien ja auch den Fachkräftenachwuchs. Das ist ein Modell, das übernommen werden kann. Jeder Medizinstudent, der sich nach seiner Approbation bereit erklärt, eine gewisse Zeit in Mittelsachsen zu arbeiten, bekommt eine monatliche Unterstützung. Damit kann der Landkreis erreichen, dass die Studenten nach ihrem Medizinstudium als fertig ausgebildete Ärzte nicht in große Städte, fremde Länder oder andere Fachbereiche abwandern, sondern als Arzt in der Region bleiben. Erstrebenswert wäre, für ein solches Konzept Unterstützung von staatlichen Förderbanken und aus EU-Mitteln zu bekommen.

Ich weiß zwar, dass eine Finanzspritze nicht dass allein selig machende ist, aber sie kann einen zusätzlichen Anreiz sein. Schließlich haben wir in Mittelsachsen schon heute schlecht versorgte Regionen und Überlastung der verbleibenden Mediziner, auch an den Kliniken. Deshalb müssen wir jetzt endlich anfangen, dem entgegen zu treten. Denn wer heute mit dem Medizinstudium anfängt, braucht bis zum Abschluss ein paar Jahre. Bis dahin gehen viele Klinik- und niedergelassene Ärzte in den Ruhestand. Dann haben wir ganz schnell einen flächendeckenden medizinischen Notstand. Da können wir nicht sehenden Auges hineinrennen”, so Veronika Bellmann.

Berlin, den 10. August 2009

Torsten Schilling (V.i.S.d.P.)


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