Millionenförderung für Wissenschaftsnachwuchs.

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Nachwuchsgruppe „Reaktionsströmungssysteme“ der Uni Freiberg mit 4,2 Mio. Euro

Veronika Bellmann: „Wieder waren mittelsächsische Wissenschaftler im Rahmen des Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ‚Unternehmen Region’, der Innovationsinitiative für die Neuen Länder, erfolgreich. Der Bund wird die Nachwuchsgruppe ‚Reaktionsströmungssysteme’, die von Herrn Prof. Dr. Christian Hasse von der TU Bergakademie Freiberg koordiniert wird, für einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 4,2 Mio. Euro fördern. Das teilte mir jüngst der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, auf Nachfrage mit. Auf unsere Wissenschaftler in Mittelsachsen können wir stolz sein. Sie sind ein wertvoller Motor für die Entwicklung der Region zu einem Wirtschafts- und Forschungsstandort.“

Eine externe Jury unter Leitung des ehemaligen Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Klaus von Dohnanyi, hatte das Strategiekonzept des Zentrums „Virtuhcon“ (Virtuelle Realität für Hochtemperaturprozesse) im Förderprogramm des BMBF „Zentren für Innovationskompetenz – ZIK“ zur Förderung vorgeschlagen. Das ZIK baut herausragende Forschungsansätze an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den ostdeutschen Ländern zu international renommierten Zentren aus. Entscheidend für diese Zentren ist eine exzellente und international wettbewerbsfähige Forschung, aber auch Innovationskompetenz, also die Fähigkeit, Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu transferieren. Die Zentren sollen zudem eine Sogwirkung auf den wissenschaftlichen Nachwuchs ausüben. Die Bewilligung der 4,2 Mio. Euro Fördermittel erfolgte schließlich zugunsten der zugehörigen Nachwuchsgruppe „Reaktionsströmungssysteme“. Zentrales Ziel von Virtuhcon sind Hochtemperatur-Stoffumwandlungsprozesse, die in die virtuelle Realität überführt werden sollen. Auf diesem Weg gelangt man zu neuen technischen Lösungen, die die Grundlage für innovative Entwicklungsstrategien sind. Diese Erkenntnisse haben eine zentrale Bedeutung in Zeiten der Rohstoffverknappung und des Klimaschutzes. Sie erhöhen zudem die Nachhaltigkeit in der Stoff- und Energiebereitstellung.

„In hoffe sehr, dass dieser neuerliche Erfolg Freiberger Wissenschaftler auch ein weiterer Schritt zur Realisierung des ‚Forschungsinstitutes für Rohstoffversorgung’ ist. Die Entscheidung, ob dieses Institut an der BAF entstehen kann, wurde vom BMBF für Ende dieses Jahres in Aussicht gestellt“, so Frau Bellmann abschließend.

Berlin, den 17. Mai 2010, Markus Jaeger (V.i.S.d.P.)


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