Mitten in Mittweida „Auf der See gefangen“? – Veronika Bellmann auf den Spuren Karl Mays.

Die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann nahm am 29. April 2011 spontan am Lesemarathon „Karl May – gefangene Visionen“ teil. Nach der Lesung im ehemaligen Gericht und Gefängnis von Mittweida aus Karl Mays Werk „Auf der See gefangen“, erklärte sie:

„Zwar nicht auf der See gefangen, aber doch durch die Erzählkunst und Erzählweise von Karl May, haben wir früher ‚geschmökert‘ was das Zeug hielt, ob das nun zu DDR-Zeiten verboten war oder nicht. Da es durch die Familie meines Ehemannes mit dem Schriftsteller Karl May eine verwandtschaftliche Verbindung gibt, haben seine Werke über Generationen hinweg stets eine Rolle in unserer Familie gespielt, wenn es ums Lesen oder Erzählen ging. Möglicherweise haben die fantastischen Romane bei dem ein oder anderen Familienmitglied schon recht frühzeitig das Fernweh geweckt. Jedenfalls werden noch heute die wenigen Bände der in altdeutscher Schrift gedruckten Karl-May-Reiseerzählungen im Hause Bellmann wohl behütet. Besonders das mit der Inschrift ‚Copyright by 1879‘. Letztlich war das dann auch meine Motivation die pfiffige Idee des Mittweidaer Rekordversuchs im Dauerlesen mit einem eigenen Beitrag zu unterstützen.“

Organisiert von Medienstudenten der Hochschule Mittweida, findet die Marathonlesung in einer originalen Gefängniszelle statt. In sage und schreibe 42 Tagen lesen Prominente und Karl May-Freunde ohne Unterbrechung aus seinem kompletten Gesamtwerk. Die Lesung begann am 14. März und endet am 3. Mai – genau so lange, wie May in Mittweida 1870 inhaftiert war. Mit ihrer Aktion wollen die Studenten der Hochschule nicht nur auf Karl May als bekanntesten und meistgelesenen deutschen Schriftsteller erneut aufmerksam machen, sondern streben auch einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde an.

Die Idee zu diesem Leseprojekt “Karl May – gefangene Visionen” hatte der Medienwissenschaftler Ludwig Hilmer.
Er bezeichnet sich selbst als “jugendlichen Karl-May-Leser”. Er möchte mit diesem Lese-Marathon das öffentliche Interesse wieder verstärkt auf den größten sächsischen Abenteuerschriftsteller lenken.

Karl May war 1870 wegen Betrug und Diebstahl angeklagt und saß deshalb vom 14. März bis zum 3. Mai in Mittweida hinter Schloss und Riegel. Nach seiner Verurteilung zu vier Jahren Zuchthaus kam er ins Gefängnis nach Waldheim.

Berlin, den 30. April 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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