Parlamentarisches Patenschaftsprogramm.

Am 6. Oktober 1683 landeten erstmals deutsche Familien im Hafen von Philadelphia und gründeten die Siedlung Germantown. Mehr als sieben Millionen Deutsche sind ihnen seither gefolgt. Für sie alle war Amerika das Land der Hoffnung auf ein besseres Leben. Heute bekennen sich 50 Millionen Amerikaner zu ihrer deutschen Abstammung.

Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP)
Parlamentarisches Patenschaftsprogramm
1983 wurde das Parlamentarische Patenschafts-Programm aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung gemeinsam vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und dem Deutschen Bundestag beschlossen. Dieses Austauschprogramm soll der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen politischen und kulturellen Wertvorstellungen beruht, auf anschauliche Weise vermitteln.

Bundesweit stehen 350 Stipendien zur Verfügung, davon 250 für Schüler/ innen und 100 für junge Berufstätige.

Details zum PPP sowie Hinweise zu den Bewerbungsmodalitäten erhalten Sie hier.


Erlebnisberichte bisheriger PPP-Teilnehmer

Lisa Hoffmann

Sehr geehrte Frau Bellmann,

nun ist das amerikanische Schuljahr schon wieder vorbei und ich geniesse meine letzten 3 Wochen in den USA. Am 8.Mai veranstaltete meine High School den diesjährigen Prom und so etwas lasse ich mir natürlich nicht entgehen! :)
Ich hatte sehr viel Spass und dies ist eines der unvergesslichen Erlebnisse, die ich in den letzten 10 Monaten hatte.

Letzten Samstag, dem 5.Juni 2010 habe ich mit meinen Gasteltern und meiner Gastschwester meine Graduation von der High School gefeiert.
Ich habe mein Diploma erhalten und hatte die Möglichkeit über die Bühne zu laufen, wie jeder andere normale High School Senior.
Meine Kappe durfte ich nach der Zeremonie sogar behalten und ich werde sie definitiv als ein Andenken mit zurück nach Deutschland bringen.
Nachdem ich mich von Lehrern und Mitschülern verabschiedet hatte, habe ich meine Gasteltern und meine Gastschwester zum Essen eingeladen.

Jetzt sind es nur noch 25 Tage bis ich in meine Heimat zurück kehren muss und dies macht mich sehr traurig. Ich würde sehr gerne für länger in den USA bleiben und ich hätte nicht gedacht, dass es so hart werden würde, mich von meinen Freunden und vorallem von meiner zweiten Familie hier verabschieden zu müssen.

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken, für die grossartige Möglichkeit ein Jahr als Austauschschülerin in den USA zu leben. Ich weis, dass all die Erinnerungen und all die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe, so viel zu meinem weiteren Bildungs- und Lebensweg beigetragen werden und für dies werde ich Ihnen nie genug danken können.

Herzliche Grüsse,
Lisa Hofmann

Sehr geehrte Frau Bellmann,

Es tut mir leid,dass ich mich schon seit einigen Wochen nicht mehr bei ihnen gemeldet habe,aber meine “amerikanisches-Leben” war in letzter Zeit ziemlich hektisch.

Letzten Donnerstag bin ich mit meiner Gastfamilie in unser neues Haus in Noblesville gezogen und das neue Haus ist schön groß und ich habe mich hier auch schnell eingewöhnt.

Das Jahr ist schon fast zu Ende, aber ich bin ihnen immer noch dankbar, dass sie mich für das Stipendium gewählt haben und ich werde auch in den letzten 3 Monaten das beste aus meiner Zeit hier machen! :)

Ich glaube ich werde das Leben hier vermissen, aber es war und ist eine großartige Möglichkeit für mich hier ein ganzes Jahr mit einer großartigen Gastfamilie zu leben.

Viele liebe Grüße,
Lisa Hofmann

Lisa Hoffmann

Lisa Hoffmann genießt die Zeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Leben dort bietet viele Höhepunkte und Erlebnisse.

Lisa Hoffmann ist glücklich bei ihrer neuen Gastfamilie und möchte noch gar nicht an die Heimkehr nach Deutschland denken.

Lisa Hoffmann ist glücklich bei ihrer neuen Gastfamilie und möchte noch gar nicht an die Heimkehr nach Deutschland denken.

Gabi Martin

Pressebericht in der Freien Presse Marienberg am 11. Juli 2007 nach der Rückkehr von Gabi Martin
Gabi Martin - PPP
Liebe Veronika Bellmann,
heute sende ich Ihnen meine Einladung zu meiner Abschlussfeier von
Williamsburg High School.
Ich übersetze für Sie diese Einladung.
Ersten Seite:
Weine nicht weil es ist vorbei, lache denn es ist geschehen!
Zweite Seite:
Klassenblumen: weiße Rosen
Klassenlied: “my wish” von Rascal Flatts
Klassenfarben: schwarz & weiß

Dritte Seite:
Das Jahr scheint zu schnell vorbei zu sein,
wir haben noch nicht mal die Gegenwart erfasst
wenn die Zeit für die Zukunft gekommen ist.
Wir haben unsere Ziele erreicht und unsere Freundschaften gesichert.
Jetzt ist nicht die Zeit für das Aufwiedersehen,
denn unsere Erinnerungen halten uns immer zusammen!

Gabi Martin - PPP

Williamsburg High School
Abschlussfeier beginnt 19 Uhr
Am Mittwoch dem 07. Juni 2007

Baccalaureate (kirchliche Feier)
Sonntag dem 20 Mai 2007
19 Uhr in der St. Jospeh’s Katholische Kirche

Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie es für mich
möglich gemacht haben dieses Jahr in der USA zu erleben. Alle diese
Erinnerungen und Erfahrungen können nicht mit Wert verglichen werden.
Mit freundlichen Grüssen
Gabi Martin


Hallo Veronika Bellmann,
ich wollte ihnen schon viel eher schreiben, aber mein Zeitplan hier in Amerika ist voll gestopft von früh bis abends, was ich sehr genieße! Mir geht es richtig gut und ich lebe mich mehr und mehr in diese Familie ein.

In der Schule ist immer noch alles beim Alten. Ich habe vor drei Wochen einen Überblick über meine Zensuren erhalten und war sehr erstaunt, dass ich so gut abgeschnitten habe. Eigentlich habe ich im nächsten Semester, das Ende Januar beginnt, wieder sehr einfache Kurse, doch der Verantwortliche für den Stundenplan in der Schule, möchte mir College-Kurse geben. Ich bin mal gespannt, ob diese Kurse mit dem Schulstandard in Deutschland zu vergleichen sind.

Auch ist die Volleyball-Saison schon zu Ende gegangen, wir haben nicht so gut abgeschnitten aber immerhin besser als im letzten Jahr. Es war sehr schön Volleyball zuspielen und ich habe viele Freunde kennen gelernt durch den Volleyball. Jetzt ist Basketball-Saison und ich hatte mich natürlich dafür angemeldet, auch wenn ich vom Basketball keine richtige Ahnung habe.

Am Anfang war es recht schwierig mit all den neuen Vokabeln und Spielzügen doch ich komme immer besser rein und ich kann sagen dass Basketball ein sehr schöner Sport ist, wenn auch hart. Anfang November hatten wir ein Footballspiel für Girls und die Boys waren unsere Cheerleader, das hat richtig viel Spaß gemacht einmal Football zuspielen und nicht immer nur als Zuschauer auf der Tribüne zu sitzen. Durch die Trainings hab ich auch alle Regeln kennen gelernt und verstehe jetzt mehr vom Football als zuvor.

Leider vergeht die Zeit hier wie im Fluge , denn jetzt ist Weihnachtszeit. Ich bin schon sehr gespannt auf das Weihnachtsfest hier, auch wenn es schwer vorstellbar ist Weihnachten ohne meine Familie zu feiern. Leider haben wir immer noch keinen Schnee was für diese Region hier sehr unnormal ist. Meine Familie hat zwei Weihnachtsbäume und das Haus ist ganz schön mit Lichtern geschmückt, nicht so übertrieben wie man das aus Filmen kennt. Was nicht heißen soll, dass es das hier nicht gibt.

Mir gefällt es hier so gut, das ich mir vorstellen könnte, zu studieren hier nächstes Jahr im Herbst. Denn man sagte mir, dass ich studieren kann ohne Highschool-Diploma da unsere Schulbildung so viel höher ist als die hier in Amerika. Aber ich muss eine Test bestehen, der meinen Englischkenntnisse prüft, denn sie wollen sicher gehen das ich fähig bin Englisch zusprechen und zu verstehen. Doch leider ist das studieren hier sehr teuer und sie sagen mir das es nicht so einfach ist amerikanische Stipendien für Ausländer zubekommen. Ein Jahr studieren kostet um die 30.000 $ inklusive Wohnkosten und Studiumkosten .

Hier in der nähe von meinem Wohnort Williamsburg, PA ist eine Universität State College oder auch Penn State genannt. Was eine sehr gute Schule ist und die bieten meine Fakultät International Business mit Japanischer Sprache an.

Ich war letzte Woche Samstag mit Freunden in New York, was sehr schön war, denn New York ist in der Weihnachtszeit sehr schön geschmückt. Natürlich habe ich auch den großen Weihnachtsbaum gesehen. Der Besuch im Ground Zero war sehr gedrückt, denn es ist so hart vorzustellen das da mal zwei große Türme gestanden haben. Leider waren wir nicht auf der Freiheitsstatue, da wir über zwei Stunden warten müssten und wir nicht so viel Zit in New York hatten. Doch es war ein sehr schöner aufenthalt und ich hoffe ich bekomme die Gelegenheit noch mal nach New York zugehen und noch mehr zu sehen.

Gestern hatte ich meinen ersten Community Service was mit meine Stipendium verbunden ist. Eine weitere Deutsche, die in meiner Nähe wohnt und ich halfen in einem so genannten Food Bank, das ist ein Ort wo Leute die kein Geld haben um die notwendigsten Lebensmittel zu kaufen hin gehen können und Lebensmittel bekommen. Das wird organisiert von einer Kirche in meinen Ort. Dieses Erlebnis war recht schön aber auch traurig das es Leute gibt die diese Hilfe brauchen. Auch zeigte es mir, dass die Amerikaner sehr viel Nächstenliebe haben du sich um ihre Nachbarn und Gemeinde sorgen.

Leider ist es sehr schwer in der USA Informationen über die deutsche Politik und Wirtschaft zu bekommen. Manchmal lese ich ein bisschen was im Internet aber man weis ja nie ob das so die richtigen Informationen sind. Ich Habe gehört das es wahrscheinlich bald ein Raucherverbot gibt in Restaurants, stimmt das? Und ist es wahr das die Länder mehr Rechte bekommen?

Eigentlich könnte ich Ihnen so viel mehr erzählen, doch ich möchte sie nicht länger von ihrer Arbeit abhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Gabi Martin


Franziska Lorenz

Franziska Lorenz PPP 05/06

Mein USA-Jahr

Ich kann es noch gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergeht. War es nicht erst vorgestern, dass ich mich von meiner Familie, Freunden und Bekannten verabschiedet habe, um in das größte Abenteuer meines bisherigen Lebens zu starten? Noch immer spüre ich ein Kribbeln in der Magengegend wenn ich an den Moment am Flughafen denke. Der Moment als ich ins Flugzeug stieg um ein Austauschjahr in den Vereinigten Staaten von Amerika zu verbringen.

Schon drei Monate vorher hatte AFS mir mitgeteilt, dass ich in Chicago wohnen und zur Schule gehen werde. Natürlich war ich sehr aufgeregt, denn ich wusste nicht wie ich den Schritt vom kleinen Dorf in die Großstadt verkraften würde. Aber meine Zweifel wurden bald zerschlagen. Meine Gastfamilie, bestehend aus Vater Jim, Mutter Kati und den beiden 16- und 19- jährigen Söhnen Nicholas und Jackson, begrüßten mich mit offenen Armen. Nicht zuletzt bei ihnen muss ich mich für das Gelingen meines Austauschjahres bedanken. Sie gaben mir Einblick in ihr Familienleben, zeigten mir viel von der Stadt und von verschiedenen Teilen Nordamerikas und machten mich zu einem Teil ihrer Familie. Nach 4 Wochen in den Staaten begann dann auch für mich die Schule. Das Abenteuer Amerika sollte nun endlich richtig beginnen. Lincoln Park High School – 2500 Schüler, groß, laut, in mitten der großen Stadt, Leute aus allen Teilen der Welt. Kurz gesagt: das volle Kontrastprogramm zu meiner kleinen, ruhigen Schule back home. Trotz anfänglicher Orientierungslosigkeit im großen Schulhaus lebte ich mich schnell ein und fand Anschluss.

Ja, es gab viele Highlights in meinem Austauschjahr: Thanksgiving, Weihnachten in Vail, Neujahr mit den anderen AFS-Austauschschülern in Chicago, meine Überraschungsgeburtstagsparty mit meinen Freunden für die meine Gasteltern extra eine Karaokemaschine besorgt hatten, die Chicago Bulls live zu sehen, die Reise nach Las Vegas und San Francisco, … Aber das alles ist nicht das, was ein Austauschjahr so wertvoll macht. Ja natürlich, es gehört dazu. Aber es ist nicht alles. Hauptsächlich besteht ein High School Jahr doch aus vielen kleinen Alltagssituationen, Gesprächen, Gesten durch die man so viel vom anderen Land lernt. Und ich bin so dankbar, dass ich so viel lernen durfte.

Nun bin ich schon wieder zuhause und versuche diesen Bericht zu schreiben. Manchmal kommt es mir vor als würde ich in zwei verschiedenen Welten leben.

So viel habe ich vom Land gesehen, so viele neue Erfahrungen gesammelt, neue Leute und Kulturen kennen gelernt, Freunde aus aller Welt gemacht, und nicht zuletzt mein Englisch sehr verbessert. Ich bin so dankbar, dass mir das Alles durch das Parlamentarische Patenschaftsprogramm und meiner Patin Veronika Bellmann ermöglicht wurde.