Stipendium für angehende Mediziner: Positives Echo von Praktikern.

Die Idee, mit einem Stipendienprogramm Medizinstudenten frühzeitig für eine Tätigkeit im Landkreis Mittelsachsen zu interessieren, stößt bei Krankenhäusern in Mittelsachsen auf positive Resonanz. Diese Einschätzung trifft die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann nach Gesprächen mit der Leitung des Helios-Krankenhauses in Leisnig, der Leitung der Dr. Drogula GmbH Krankenhausbetriebe Krankenhaus Döbeln und der Geschäftsführung des Krankenhauses Mittweida.

Medizinstudenten, die sich nach einer Approbation bereit erklären, eine gewisse Zeit in Mittelsachsen zu arbeiten, bekommen – so die Idee – eine monatliche Unterstützung (gesamt 400 bis 600 Euro). Studenten, die nach ihrem Medizinstudium als fertig ausgebildete Ärzte nicht in große Städte, fremde Länder oder andere Fachbereiche abwandern, sondern als Arzt in der Region bleiben, brauchen diese Unterstützung nicht zurückzahlen.

„Die Praktiker in den Kliniken halten es für wichtig, ärztlichen Nachwuchs an ihre Häuser zu binden. Ein Stipendium, an dessen Finanzierung sich – neben den Kliniken selbst – der Freistaat Sachsen beteiligt, wird als eine gute Möglichkeit angesehen, dieses Ziel zu erreichen. Weitere Mit-Finanzierer für ein solches Stipendienprogramm, wie zum Beispiel der Landkreis, sind natürlich herzlich willkommen. Klar ist aber, dass ein solches Stipendium nur einen Anreiz darstellt und kein Allheilmittel gegen den Ärztemangel ist. Wir dürfen dennoch keine Möglichkeit auslassen, um Standortbindung zu betreiben, denn der Kampf um die Köpfe ist längst in vollem Gange, und die medizinische Versorgung der Bevölkerung ein Teil der Daseinsfürsorge“, so Veronika Bellmann.
„Mir ist es sehr wichtig, dass ein entsprechendes Förderprogramm bereits im Vorfeld mit den Fachleuten in den Krankenhäusern besprochen wird, um es auch praktikabel für Mittelsachsen zu machen. Es war zudem sehr interessant, vom ärztlichen Leiter des Helios-Krankenhauses in Leisnig, Dr. med. Wolfgang Krahwinkel, zu hören, dass die Helios Kliniken GmbH bereits in Hessen mit einem eigenen Stipendium ärztlichen Nachwuchs gesucht und gefunden haben. Gleiches gilt für den Vogtlandkreis, der seit wenigen Wochen ein vergleichbares Stipendienprogramm in eigener Regie führt“, so Veronika Bellmann.
„Wer verantwortliche Politik gerade für die ländlichen Räume gestalten will, muss sich frühzeitig mit dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel befassen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums gehen in den ländlichen Regionen in Sachsen in den kommenden fünf Jahren rund 30 Prozent der Ärzte in den Ruhestand. Es ist also Zeit, zu handeln, im Klinik- aber auch im ambulanten Bereich.“

Freiberg, den 9. September 2009

Torsten Schilling (V.i.S.d.P.)


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