Verwurzelung der Bundeswehr in der Bevölkerung.

Zur Neuausrichtung der Bundeswehr, kurz Bundeswehrstrukturreform, und deren Auswirkungen auf den Freistaat Sachsen, erklärt die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete und stellv. Mitglied im Verteidigungsausschuss, Veronika Bellmann:

„Bereits bei der Bundeswehrstrukturreform im Jahr 2004 war der Freistaat Sachsen überproportional von Standortschließungen betroffen. Von den ehemals 18 Bundeswehrstandorten existieren nach der letzten Reform heute nur noch zehn. Die Dienstpostenquote reduzierte sich damit von 2,1 auf 1,1 Dienstposten je 1.000 Einwohner und liegt somit weit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,5 Dienstposten je 1.000 Einwohner.

Die Kasernen in Freistaat Sachsen verfügen über eine hervorragende Infrastruktur und wurden mit einem Investitionsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro saniert. Der Divisionsstab der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig, sowie die Panzergrenadierbrigade 37 mit ihren Einheiten in Frankenberg/ Marienberg erfüllen bereits heute die Anforderungen, wie sie an eine Armee im Einsatz gestellt werden. Davon konnte ich mich mehrfach persönlich überzeugen. Zuletzt bei einem Besuch beim Jugendoffizier Kapitänleutnant Marc Bachmann.

An den Auslandseinsätzen der Bundewehr sind derzeit überdurchschnittlich viele ostdeutsche Soldaten beteiligt. Obwohl nur ein Fünftel aller Deutschen in den neuen Bundesländern lebt, stieg im Jahr 2009 dieser Anteil von 33 auf immerhin 49 Prozent. Zudem haben von den 240.000 Soldaten rund 23.700 ihren Wohnort in Sachsen. Im Hinblick auf den Umbau von der Wehrpflicht- zur Freiwilligen- und Berufsarmee dürfen wir die Verwurzelung der Bundeswehr in der Bevölkerung vor Ort in der Heimat nicht aus den Augen verlieren. Das Angebot einer heimatnahen Verwendung essentiell, der hierfür notwendige Erhalt der Standorte in Sachsen eine Voraussetzung. Wo keine Bundeswehr mehr ist, da kann sie auch keine Unterstützung erfahren.“

Berlin, den 2. Juli 2011
Veronika Bellmann (V.i.S.d.P.)


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