Zahnarzthonorare im Osten werden angeglichen.

Zum gestern durch Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) vorgestellten Maßnahmen-Paket der Bundesregierung zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und einer Bestätigung durch den Bundesminister in der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages erklärt die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann:

„Die politische Entscheidung zur Angleichung der Honorare für Vertragszahnärzte in den neuen Bundesländern ist gefallen. Damit wird die Einheit im Jahr des 20. Geburtstages der Wiedervereinigung in einem weiteren Gesellschaftsbereich vollzogen. Die Angleichung der Zahnarztgehälter Ost an die Zahnarztgehälter West soll im Rahmen des aktuell diskutierten Finanzierungsgesetzes der gesetzlichen Krankenversicherung bereits für das Jahr 2011 gesetzlich geregelt werden.“

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP wurde vor weniger als einem Jahr unter Punkt 9.1 Gesundheit „Zahnmedizinische Versorgung“ vereinbart: „Die vertragszahnärztliche Vergütung in den neuen Bundesländern wird angepasst.“

Veronika Bellmann abschließend: „Die Angleichung hat positive Konsequenzen für die wirtschaftliche Situation der Zahnarztpraxen in Ostdeutschland. Ich hoffe, dass die Mehreinnahmen der Zahnärzte auch dazu führen werden, dass die Mitarbeiter in den Praxen besser bezahlt und die Abwanderung von qualifizierten Fachangestellten aus den ostdeutschen Zahnarztpraxen jetzt gestoppt werden kann. Auch für die Patienten sorgt die Angleichung für Entlastungen. Derzeit müssen sie zum Beispiel bei mehrkostenfähigen Füllungen wegen der Abrechnungsgrundlage Ost einen höheren Eigenanteil tragen. Diese Mehrbelastung entfällt künftig.“

Berlin, den 7. Juli 2010; Markus Jaeger (V.i.S.d.P.)


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